besonderes glas für schöne stunden


 

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Zeitreisen mit Waldglas

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Bei dem leicht grünlichen Farbton des Waldglases, der durch Eisenoxyd bestimmt war, ist die Haptik unerwartet weich, angenehm glatt. Es ist ein leichtes Glas, obwohl es eher den Anschein erweckt, schwer in der Hand liegen zu wollen.

Waldglas besteht aus Quarz, Kalk, Alkalioxyd und Metallen. Quarz ist dabei der eigentliche Glasbildner, Kalk gewährleistet die Halbarkeit des Glases und Pottasche (Alkalioxyd) wurde als Flussmittel und zum Herabsetzen der Schmelztemperatur für Quarz eingesetzt. Die Produktpalette in den Glashütten reichte von Butzenscheiben über Flaschen und Gläser bis zu Knöpfen.

Die Waldglashütten bildeten eine eigene Epoche in der Geschichte des Glases. Die Glasbläser kamen u.a. aus dem traditionsreichen Waldglashütten Böhmens oder dem Bayrischen Wald. Sie wohnten mit ihren Familien im dichten Wald und bildeten eine streng organisierte Zunft. Wichtigste Grundlage für den Glashüttenbetrieb war ein ausreichender Hartholz- Waldbestand. Laubholz wurde als Scheiterholz für die Befeuerung der Öfen und zur Gewinnung der Pottasche benötigt. Ging das Holz dem Ende entgegen, wurde eingepackt und weitergezogen.

Die letzten Waldglashütten gab es noch zu Beginn des 18.Jh. Heute wird das Waldglas mit ungefähr der gleichen Technik von Hand mundgeblasen. Befeuert wird die Glasmasse allerdings meist mit Gas.