Spenden erkochen

Sächsische Zeitung Löbau,  Donnerstag, 14.12.2017

Einsatz mit dem Kochlöffel

Der Dittersbacher Kirchenchor kann nicht nur singen. Bei einer Spendenaktion haben die Mitglieder gekocht – und damit 500 Euro gesammelt.

Von Susanne Sodan

Dittersbach. Die Sänger des Dittersbacher Kirchenchores können zwar kein Wasser zu Wein machen. Aber: Sie können Geld erkochen. Schlesische Sauerkrautsuppe, Linsensuppe, Rote-Beete-Suppe, selbst gebackenes Brot mit Schmalz – damit schafft es der Chor auf über 500 Euro. Und das an einem Abend. Die sechs Chorfreunde haben bei der Aktion 17 Tage – 17 Essen auf dem Görlitzer Christkindelmarkt mitgemacht. „Die Leuchter vom Eigen“, so nannte sich das Dittersbacher Team. Damit ist auch schon gesagt, wofür das erkochte Geld ausgegeben werden soll: Die Kronleuchter in der Dittersbacher und in der Schönauer Kirche brauchen dringend eine Überarbeitung.

Die Kochaktion in Görlitz findet jetzt zum dritten Mal statt: An den 17 Tagen des Christkindelmarktes kochen 17 verschiedene Teams, Vereine oder Institutionen auf dem Untermarkt ein Gericht ihrer Wahl und sammeln damit Geld für eine gute Sache. Mittlerweile nehmen auch nicht mehr nur Teams aus dem Görlitzer Stadtgebiet teil, erzählt Mitorganisator Matthias Krick vom Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec. Die Aktion hat sich herumgesprochen. Auch beim Dittersbacher Kirchenchor, der auch schon 2016 dabei war. Allerdings hatte sich das Team vergangenes Jahr gar nicht für die Aktion angemeldet. „Das war eine spontane Sache“, erzählt Petra Neumann. Sie ist Schönau-Berzdorferin. Sie ist Chormitglied in Dittersbach. Und sie ist Inhaberin des Geschäftes Art Glas Else, das seinen Sitz auf dem Görlitzer Untermarkt hat, direkt neben dem Förderverein. Als für 17 Tage – 17 Essen vergangenes Jahr noch zwei Plätze frei waren, versuchte Matthias Krick diese auf unkomplizierte Weise zu besetzen, erzählt er. Er fragte einfach mal bei der Nachbarin an. Und so standen Petra Neumann, ihr Mann und eine Dittersbacher Chorfreundin zwei Tage später in der Hütte und kochten.

Dieses Mal war mehr Zeit für die Vorbereitungen. Und das Dittersbacher Chorteam war auch größer. „Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, nicht nur beim Kochen“, sagt Matthias Krick. Die „Leuchter vom Eigen“ hätten es auch geschafft, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Denn auch darum – Kontakte aufzubauen – gehe es in der Aktion, erklärt Krick. 514 Euro kamen schließlich zusammen.

Das Geld soll für die Restaurierung der Kronleuchter in der Dittersbacher und der Schönauer Kirche genutzt werden. „Es geht um insgesamt fünf Kronleuchter, die aus Kristall und aus Messing gefertigt sind“, erzählt Pfarrer Jonathan Hahn. Es sind alles historische Lüster, die ältesten sind die aus Kristall, erzählt Petra Neumann. Sie wieder auf Vordermann zu bringen, sei eine sehr detailreiche Aufgabe, erzählen Petra Neumann und Jonathan Hahn.

Die Leuchter müssen in ihre Einzelteile zerlegt und auf eine spezielle Art gereinigt werden. Beschädigte oder abgebrochene Einzelteile müssen wiederhergestellt, verrostete Verbindungsdrähte erneuert, die Elektrik modernisiert werden. Hahn rechnet bei den Kosten mit rund 18 000 Euro. Das Vorhaben wird zu 60 Prozent gefördert. Bleibt ein Eigenanteil von rund 6 000 Euro.

Kirche Leutersdorf

Für solche Aufgaben gibt es einen Fachmann aus Tschechien, Petr Nemlein. Er ist auf die Restaurierung historischer Kronleuchter spezialisiert und hat in Tschechien bereits zahlreiche Lüster auf Burgen und in Schlössern restauriert oder auch nachgebaut. Hier in der Nähe kann man sich die Ergebnisse seiner Arbeit in der Leutersdorfer Kirche ansehen. Bis zum Mittwoch hingen dort drei Kronleuchter. Einst hatte es noch einen vierten gegeben. Auf alten Fotos ist er zu sehen. „Der vierte wurde aber zerstört“, erzählt Petra Neumann. Nemlein hat ihn mithilfe der alten Bilder rekonstruiert. Am gestrigen Donnerstag wurde der neue Kronleuchter in der Leutersdorfer Kirche angebracht.

 

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Rauhnächte

Der Winter ist wieder bei uns eingezogen.
Wunderschöne Schneelandschaften, kleine Kunstwerke – fast wie auf unseren wunderbaren Winter-Windlichtern.

Winter in der Lausitz

Kälte, Eis und Schnee, Ende der Tourismus-Saison.  Aus diesen Gründen ist wie jedes Jahr das Geschäft am Untermarkt bis Ende Februar geschlossen.

Dank dieses wunderbaren Shops können Sie trotzdem weiter einkaufen, sich die Gläser, Vasen und Windlichter ansehen und damit spielen, an welcher Stelle sie vielleicht in Ihrer Wohnung oder bei Freunden platziert werden könnten.

Die Rauhnächte ziehen wieder ein. Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6.Januar im neuen Jahr ist eine ganz besondere. Die Natur ruht, wir Menschen besinnen uns, worum es uns eigentlich zu Weihnachten geht. Wir möchten alle Ruhe finden nach den hektischen Tagen und Wochen.

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Das Spezielle ist es, was uns ausmacht

Alle Produkte, die hier angeboten werden, sind handgefertigt und aus unserer Region. Aus der Lausitz und aus Böhmen.
Genießen Sie eine Auswahl unserer wunderschönen Glaskunst. Und wandeln Sie mit uns in den Zeiten – vom Mittelalter über den Jugendstil und Art Deco – bis in unsere heutige Zeit.

Else im Jugendstil
Else im Jugendstil

Lassen Sie sich einen guten Wein aus einer zartgrünen mittelalterlichen Replik der Renaissance oder Gotik schmecken.
Vasen und Gefäße aus Jugendstil und Art Deco können uns einem Hauch von Glanz berühren.
Auch das moderne handgemalte Glas aus dem Miracle-Studio enwickelte Vlasta Voborniková mit neuer Technik aus den Formen des Jugendstils.
Vielleicht ist es gerade der eine oder der andere Artikel, der sich wunderbar in Ihre Einrichtung einfügen könnte. Oder schauen Sie sich bei uns um – nach einem speziellen Geschenk für liebe Freunde…

 

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