Wiener Werkstätte

GLAS DES WIENER JUGENDSTILS

Um 1900 wurde in Wien eine fortschrittliche Gegenposition zur Glaskunst des Art Nouveau in Frankreich formuliert. Zentrum dieser Bewegung war die Wiener Kunstgewerbeschule aus der auch die Wiener Werkstätte hervorgingen.
Die Ideen und die künstlerische Substanz der Glaskunst des Wiener Jugendstils ist den Architekten und Gestaltern zu danken, die an der Hochschule lehrten, allen voran Josef Hoffmann.
Das handwerkliche Rückgrat lieferten die böhmischen Glaszentren um Haida (Nový Bor) und Steinschönau (Kamenický Šenov), vor allem jedoch die Manufaktur Joh. Lötz Wwe. im südböhmischen Klostermühle, die einen großen Teil der Wiener Künstlerentwürfe ausführte.

Diese Entwürfe waren der Beitrag der Firma zur Weltausstellung 1900 in Paris, der ihr den Grand Prix einbrachte.

Aus der Zeit von Gallé gibt es noch Vasen in leuchtend irisierenden Farben in Überfangtechnik.
Ein kleines böhmisches Glasstudio hat sich die alten Techniken angeeignet.
Diese Vasen entsprechen fast haargenau denen, die als Originale aus der böhmisch-österreichischen Glashütte Lötz-Witwe in einigen  Bildbändern zu sehen sind.
Die Farben leuchten im Sonnenlicht, bestechen durch brilliante Schlieren und irisierende Oberflächen auch an schattigeren Plätzen. Wir haben das Glück, nach diesen alten Vorlagen neu angefertigte Vasen in unserem Programm zu haben.

Comments are closed for this post.